2017
> everybody anybody / group show
> liquid democracy / Monika Piorkowska, Curated by Angela Stief
> KeramiK Curated by Dietgard Grimmer with Jessica Lajard Barbara Reisinger Jeanne Susplugas Elmar Trenkwalder Gerold Tusch

2016
> Sébastien de Ganay / Non Places
> Clemens Wolf / Grounded
> Curated by / Michel Blancsubé / I´ve decided to be happy because it´s good for one´s health / Jana Sterbak
> Olga Georgieva / Looking for score
> Gudrun Kampl / Ornament oder Verbrechen
> Dieter Roth / aus einer Sammlung Exil, Selbstbildnis, Speedy-Drawing, Taschenzimmer
> VIVACE / Renate Bertlmann, Gloria Friedmann, Natalia LL, Jana Sterbak

2015
> Curated by / Myriam Ben Salah, Like The Deserts Miss The Real, Sarah Abu Abdallah, Abdullah Al Mutairi, Marwa Arsanios , Gcc, Raja’a Khalid
> Larbi Cherkaoui
> Julius Deutschbauer Klaus Pobitzer / Habs-Burgerstand, Ein Prä-Resümee
> Ilse Haider / le circuit heroesque
> Matthias Herrmann / On Photography
> Verortungen / Alyce Aycock, Peter Hopkins, Tania Kitchell, Ken Lum, Paul Morrison , Georges Rousse, Michaela Spiegel, Clemens Wolf

2014
> Gudrun Kampl / Value Love Word Cell
> Curated by / Peter Stastny / Good NIght, Mister Procrustes / Francis Alÿs, Zipora Fried, Jim Shaw, Katrin Sigurdardottir, Kiki Smith, Jana Sterbak, Jeanne Susplugas
> Olga Georgieva / Invisible Beijing
> Papier / Alan Davie, Günther Förg, Oswald Oberhuber, Tony Oursler, Peter Weibel
> Over Again Forever / Sébastien de Ganay
> Michaela Spiegel / Standbilder
> Emmanuel Régent / Pendant qu´il fait encore jour

2013
> Curated by Caroline Smulders / Bertrand Lavier
> Clemens Wolf / Untitled, Die Theatralik der Bedeutungslosigkeit
> Go to references / Ilse Haider
> Julius Deutschbauer / Möbel, Topfenflanzen, Urlaubsreisen
Olga Georgevia / Unverschämt Unwiderstehlich

BEFORE
OLGA GEORGIEVA
Unverschämt Unwiderstehlich
15. Januar bis 21. Februar 2013
 
 
 

Olga Georgieva, "Point of View", 2012, Tusche auf Leinwand, 40 x 80 cm
 
 
 
„Das Sehen ist ein Mittel um von mir selbst abwesend zu sein, von Innen der Spaltung des Seins beizuwohnen, durch die allein ich meiner selbst innewerde“.  Dieser Satz von Maurice Merleau – Ponty kann wohl auch einen entscheidenden Aspekt der  Zeichnungen von Olga Georgieva  beschreiben. In den im Rahmen dieser Ausstellung gezeigten Werken zeigt die Künstlerin einen gestalterischen Weg den sie bereits seit einiger Zeit mit Konsequenz verfolgt.  In ihren feingliedrigen und präzise ausgeführten Zeichnungen führt sie uns Menschen vor Augen die scheinbar zufällig zueinander gekommen sind. Passanten eben die nur im Blick des Betrachters zu einer Gemeinsamkeit finden. In einem kurzen Ausschnitt von Zeit. Analog zu einem Einzelbild eines Films. Sie erscheinen eingefroren als ob die Künstlerin den Fluss der Zeit außer Kraft gesetzt hätte. Diese Zeitlosigkeit ermöglicht aber erst den Blick des Beobachters. Wir haben scheinbar endlos Zeit um die Gesichtszüge, die Muster der Kleidungsstücke, die Frisuren der Abgebildeten zu betrachten. In der detaillierten Wiedergabe all dieser Formen können wir dem Blick der Künstlerin folgen wie dieser die von ihr fixierten Subjekte abtastet. Olga Georgieva gab mir in einem Gespräch auch einen weiteren Hinweis auf diese Qualitäten als sie erwähnte dass sie in der Erfahrung ihrer Trennung von den Anderen und deren Außen zugleich eine Geborgenheit in Mitten der von ihr distanzierten Menschen erfuhr. Durch diesen Blick zeigte sich ihr bereits eine Ambivalenz von Trennung und Bindung die dieses Sehen auszeichnet. Die feinen mit schwarzer Tusche gezeichneten und gebannten Personen fügt sie in Folge in ein neues, dreidimensionales Netzwerk ein. Zwischen den Passanten lässt die Künstlerin Absperrbänder, Dominosteine und Schnüre erscheinen die plötzlich Verbindungen zwischen den abgebildeten Personen entstehen lassen die ursprünglich nicht bestanden haben. Dieses Ordnungssystem verändert natürlich den Status der Arbeiten. Aus Abbildungen werden formale Strukturen die der Intention der Künstlerin folgen. In der Serie „Lautlos“ wird diese Situation auf den Punkt gebracht. Vor einer von Absperrbändern organisierten Gruppe von Passanten entkleidet sich eine Frau die wohl als Repräsentantin der Künstlerin gelesen werden kann. Niemand innerhalb der Zeichnung bemerkt dies jedoch da ja die Zeit für die Dargestellten angehalten wurde. Unverschämt lächelt diese Frau in einer der Zeichnungen und trägt eine Katze mit sich fort. Unwiderstehlich ist diese Frau auf jeden Fall da sie die Kontrolle über die Blicke der Abgebildeten und der Betrachter besitzt. Unwiderstehlich sind auch die Präzision und der Humor in den Arbeiten von Olga Georgieva.
 
Boris Manner, 2013
 
Special Thanks to :
http://www.roterteppich.at/
 
Olga Georgieva
1986 in Varna, Bulgarien geboren
2012 : Diplom mit Auszeichnung, Prof. Jan Svenungsson. 
2005 – 2012 : Studium an der Universität für angewandte Kunst Wien, Institut für Bildende Kunst, Ordinariat Grafik & Druckgrafik, Prof. Siegbert Schenk, Prof. Jan Svenungsson. 
 
Einzelausstellungen 
2012 : Unverschämt Unwiderstehlich, Galerie Steinek, Wien / "Ausweitung der Vernunftzone", Diplomausstellung, Universität für angewandte Kunst, Wien  / "Doppel – Sechser", Bildungszentrum der SPÖ, Wien 
2007 : "Wildes Mädchen", Kunstforum Ebendorf, Raumacht, Wien, (mit Desislava Unger)  / "Unruhige Zeiten", Kunsthalle Wien, Wien, (mit Zornitza Gurova)  / "Wilde Mädchen", Renner Institut, Wien, (mit Desislava Unger) 
 
Gruppenausstellungen 
2012 : "Hommage an mich", Gruppenausstellung der Roter Teppich, Galerie Peithner-Lichtenfels", Wien 
Jahres Ausstellung "THE HOUS GRAS", Cserni Wohnan, Wien  / "Reproduktionen", Kunstraum Zögernitz, Wien 
"7 Ateliers", Showroom Galerie Hrobsky, Wien  / "Big in Small", Karl Kilian´s CUBE, Festival für extensive Kunst, Wien  / "4 Jahre Roter Teppich", Area 53, Wien  / "open art" Summer Stage, Wien,Gestaltung einer Lichtsäule  / "Sesshaft", Galerie Steinek, Wien  / "Previews", Präsentation der Roten-Teppich-PreisträgerInnen 2012, Ausarten, Wien